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Über's Rodeo

Die Anfänge der Sportart Rodeo sind fast unbekannt. Man weiß, dass Cowboys ihre Leistungen untereinander gemessen haben, typischerweise im Westen des noch jungen Amerikas, während der Zeit der großen Viehtriebe Ende des 19. Jahrhunderts.

Die ersten Wettbewerbe fanden inoffiziell statt. Die Cowboys wollten feststellen, wer der schnellere Kälberfänger oder der bessere Wildpferdreiter war. Es dauerte nicht lange und der Wettkampf Rodeo war geboren. Wo und wann nun das erste offizielle Rodeo stattfand, darüber streiten sich bis heute noch die Staaten Texas und Wyoming.

Die Anforderungen denen heutzutage die Rodeo-Cowboys gegenüberstehen sind nicht zu unterschätzen. Hinter jedem 8-Sekunden-Ritt verstecken sich endlose Stunden Training, Muskelkater und Hunderte von Kilometern auf der Autobahn, um zum nächsten Rodeo zu fahren. Cowboys und Cowgirls sind heutzutage mehr als das Klischee, das ihnen vorauseilt. Sie sind Athleten, die nach sportlichem Erfolg in der Arena streben.

In Amerika entwickelte sich das Rodeo zur professionellen Sportart mit hohen Preisgeldern und Werbeverträgen in Millionenhöhe. Ein professioneller Cowboy ist durchschnittlich 200 Tage im Jahr unterwegs und nimmt an ca. 80-125 Rodeos teil, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Rodeo in Deutschland ist ein Amateursport, dennoch bietet er einen qualifizierten guten sportlichen Wettbewerb und unterstützt die Deutsch- Amerikanische Freundschaft.
Die Sportart Rodeo gibt es bereits seit über 40 Jahren in Deutschland, ihr Gründer war Alan Jacob. Er war der erste, der "American Quarter Horses" von Amerika nach Deutschland importierte und war Gründungsmitglied der DQHA (Deutsche Quarter Horse Association).

Es finden jährlich zwischen 15 und 20 Rodeoreitsportveranstaltungen von März bis Oktober in ganz Deutschland statt. Bei den einzelnen Veranstaltungen treten die Teilnehmer der verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Eine Rodeoreitsportveranstaltung besteht normalerweise aus zwei Tagen (Samstag und Sonntag). Die Teilnehmer zahlen ein festes Startgeld für jede Disziplin. Am Ende der Veranstaltung werden die Gewinner des Wochenendes ermittelt. Für die Top Platzierungen werden Preise vergeben. Des weiteren werden für die Platzierungen 1-8 feste Punkte vergeben. Diese Punkte werden über die gesamte Saison hinweg zusammengezählt und ermitteln, welche Teilnehmer sich für die deutsche Meisterschaft im Oktober qualifizieren.

Unabhängigkeit, der Spaß an Herausforderungen, die Zusammengehörigkeit und natürlich der Sport sind nur einige Beispiele, die den Cowboy oder das Cowgirl faszinieren.

Letzte Änderung: 19. Jan. 2012     © German Rodeo Cowboy Association 2008-2012 - info@grca-ev.de